Solarbetriebene Trinkwasserbrunnen

Ausgangssituation

Unser Ziel mit diesem Projekt ist es, ausgewählten Dörfern im Dist. Ahmednagar zu Trinkwasser zu verhelfen.

In all den Jahren unserer Arbeit sind wir immer wieder auch mit der großen Trockenheit im Ahmadnagar Distrikt konfrontiert worden. Der Grundwasserspiegel sinkt an vielen Orten über 100 m ab. Dies ist einerseits der geografischen Lage des Distriktes und klimatischen Veränderungen geschuldet. Aber auch der weit verbreitete Zuckerrohranbau trägt seinen Teil dazu bei.

Das große Interesse von drei privaten Unterstützer war 2015 der Grundstein für unser Projekt „Solarbetriebene Trinkwasserbrunnen“. Gemeinsam mit den Geldgebern haben wir unser Konzept und einen Forderungskatalog entwickelt. Der Nachhaltigkeit wegen haben wir uns gemeinsam für den Antrieb durch Solarenergie entschieden. Dies sollte sich nicht nur wegen ökologischer Überlegungen und einer größeren Unabhängigkeit als sehr gut herausstellen. Viele Dörfer haben keinen Zugang zu drei-phasigem Strom oder können die Rechnungen nicht bezahlen.

Unser Konzept

Die Verantwortlichen des Dorfes müssen den Brunnen beantragen. In die Planung und Realisierung soll stets die Dorfgemeinschaft mit einbezogen werden. Ein lokales Komitee ist nach der Errichtung für den Brunnen verantwortlich. 

Wir stellen:

  • Bohrung nach Wasser
  • Motor
  • Solarpanels
  • Schulung

Unsere Bedingungen an die Menschen im Dorf:

  • Bereitstellung von öffentlichem Grund
  • Erstellung eines Compounds (Boden, Betonsäulen als Träger der Solarpanel; Einzäunungen Geländes)
  • Tank
  • alle sozialen und religiösen Gemeinschaften haben Zugang zum Trinkwasser
  • 2 Personen aus dem Dorf werden geschult, um die Anlage warten zu können

Erfahrungen und Ergebnisse

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Planung, die Einigung im Dorf und die Installation der Anlage ein langer Prozess ist. In den letzten Jahren hat sich auch in diesem Projekt das Wirken von Pater Prakaash als ein wichtiger Erfolgsfaktor herausgestellt. Die Zusammenarbeit mit ihm erschließt uns die formellen und ,wichtiger noch, die informellen Machtstrukturen in den Dörfern und quasi die Sprache der Dorfbewohner. Diese intimen Kenntnisse stellen eine nicht zu unterschätzende Hilfe für die Implementierung unserer Trinkwasserlösung dar.

Inzwischen (Dezember 2018) haben wir erfolgreich 7 Anlagen installiert und versorgen  damit ca. 20.000 Menschen. Während die ersten Anlagen mit 3 HP (= Pferdestärken als Maß für die Kraft) ausgestattet waren, haben wir uns bei der  letzten Anlage in Lakhefal/ Malinchinchore zu 7,5 HP entschlossen. Damit werden 2 Dörfer mit insgesamt 6000 Menschen versorgt.

Alle Anlagen wurden zweckgebunden gespendet und wir danken an dieser Stelle allen Spendern. Ohne ihren großzügigen Willen, Trinkwasser in diese Regionen zu bringen, wäre unser Handeln nicht möglich.  Danke!

Es wird damit sehr vielen Menschen geholfen – Gesundheit und Leben geschenkt.

Natürlich freuen wir uns, wenn wir diese Arbeit fortführen dürfen.